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Turnhalle Albert-Schweitzer-Schule, Okriftel
Werte & Biomechanik
1. Oberstes Prinzip

Die Beachtung der geltenden gesetzlichen Bestimmungen

Selbstverteidigung im ESDO ist niemals ein Freibrief für Gewalt. Jede Verteidigungshandlung muss den strengen Maßstäben des deutschen Notwehrrechts (§ 32 StGB, § 227 BGB) standhalten: Sie muss erforderlich, gegenwärtig und rechtswidrig abgewehrt sein, ohne das Maß der Verhältnismäßigkeit schuldhaft zu überschreiten.

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2. Nichttechnische ESDO-Prinzipien

Das Wertesystem und die partnerschaftliche Haltung im Verein:

⚖️
Synthese aus Gesundheits- und Selbstverteidigungssport

Körperertüchtigung und Abwehrfähigkeit gehen Hand in Hand. Die Gesundheit der Trainierenden steht zu jeder Zeit im Mittelpunkt.

📜
Einhaltung der Verbandsbestimmungen

Respekt vor den einheitlichen Regeln des Dachverbandes (z.B. Unterrichtsordnung, Prüfungsordnung, Wettkampfregeln).

🤝
Fairness auf allen Ebenen

Unter den Schülern untereinander, zwischen Schülern und Trainern sowie im Verhältnis zur Organisation und den Verbänden.

🥋
Achtung anderer Kampfsportarten

Aufrichtiger Respekt gegenüber anderen Systemen und Kampfkünsten, sofern diese seriös betrieben werden und nicht in Verruf geraten sind.

3. Technische ESDO-Prinzipien

„Im ESDO werden die körpereigenen Fähigkeiten voll ausgenutzt, um im Ernstfall auch gegen körperlich stärkere Angreifer erfolgreich bestehen zu können.“

Dieses Ziel wird im praktischen Training systematisch durch fünf biomechanische Pfeiler erreicht:

  • 1. Optimale Umsetzung des Körpergewichts in Schlagkraft: Nicht reine Muskelkraft schlägt den Gegner, sondern Beschleunigung und das gezielte Hineinlegen der Körpermasse.
  • 2. Günstiger und ökonomischer Krafteinsatz: Nutzung von Hebelgesetzen und Angriffswinkeln, um die Energie des Angreifers umzuleiten.
  • 3. Vollständige Ausnutzung der Reichweite: Schläge und Tritte entfalten exakt auf der Distanz ihre maximale Wirkung, die der Gegner gewählt hat.
  • 4. Ganzheitliche Kräftigung und Beweglichkeit: Gezielter Muskelaufbau der Stütz- und Tiefenmuskulatur für Stabilität und Flexibilität.
  • 5. Schulung von Reflexen und Automatismen: Automatisierte Bewegungsabläufe, die unter Stress und Angst instinktiv ohne langes Nachdenken abgerufen werden können.
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