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Albert-Schweitzer-Schule Okriftel
Methodik im Detail

1. Grundschule

Dies ist die grundlegendste Methodik des ESDO. Hierbei wird das feine Gefühl für das harmonische Zusammenspiel von Bewegung, Schrittarbeit und Technik entwickelt.

Es wurde hierbei eine Reihe von biomechanisch fundierten Bewegungen und Abwehrtechniken zusammengestellt, welche optimal zueinander passen und ohne unnatürliche Verrenkungen ausgeführt werden können.

2. Kombinationen

Zweck der Kombinationen ist es, im Freikampf und in der realistischen Selbstverteidigung eine automatische Reichweitenanpassung an das Verhalten des Gegners zu erzielen:

„Je nachdem, welchen Abstand der Angreifer zu uns wählt, wird er mit einer Technik bekämpft, welche genau auf dieser Distanz ihren optimalen Wirkungsgrad entfaltet.“

Ferner ist es das zentrale Ziel der Kombinationen, eine sehr hohe Schlaggeschwindigkeit, Schlagfrequenz und Durchschlagskraft aufzubauen.

3. Partnerübungen in 5 Stufen

Ein entscheidendes Schutzziel des ESDO ist die visuelle Früherkennung des gegnerischen Angriffs. Eine unverzichtbare Trainingsmethode dafür sind die strukturierten Partnerübungen.

Sie werden in 5 didaktischen Stufen unterrichtet, die progressiv schwieriger werden. So erzielt man eine systematische, sichere und stufenweise Anpassung an den persönlichen Trainingsfortschritt – vom langsamen Technikstudium bis hin zur reflexartigen Abwehr dynamischer Angriffe.

4. Freie Selbstverteidigung

Diese Trainingsmethode gliedert sich in drei Kernbereiche:

A. Griffvermeidung

Bei der Griffvermeidung versuchen wir durch die konsequente Anwendung des ESDO 3-fach Sicherungssystems erst gar nicht in einen Griff hineinzugeraten. Distanzkontrolle und Armpositionierung verhindern gegnerischen Zugriff.

B. Griffbefreiung

Wurde der Griff bereits angesetzt (z.B. Packen des Handgelenks, der Kleidung, Umklammerung oder Würgeansatz), vermittelt die Griffbefreiung biomechanische Hebel- und Schocktechniken, um sich blitzschnell zu lösen.

C. Waffenabwehr

Vermittelt geschulte Techniken und taktisches Verhalten gegen Angriffe mit Waffen und Gegenständen (feste Schlaggegenstände wie Stöcke oder Flaschen sowie spitze Stichwerkzeuge).

5. ESDO-Ringkampf

Der ESDO-Ringkampf ist kein traditioneller Wettkampfsport, sondern eine praxisnahe Trainingsmethodik für den direkten Nah- und Bodenkampf. Ziel ist es, aus ungünstigen Lagen am Boden schnellstmöglich wieder in den Stand zurückzukehren.

6. Freikampf

Der ESDO-Kämpfer zieht aus dem kontrollierten Freikampf mit vollständiger Schutzausrüstung den entscheidenden Nutzen für den Ernstfall: Timing, Distanzgefühl, Stressresistenz und das Treffen unter realer Gegenwehr.

„Alle Übungen und Methodiken vereinigen sich in den beiden Grundsäulen des ESDO: dem Freikampf und der freien Selbstverteidigung.“

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